Der Bauernbund Brandenburg hat den Verkauf der Geithainer Landwirtschafts GmbH durch den ehemaligen Thüringer Bauernverbandspräsidenten Klaus Kliem an eine ALDI-Vermögensgesellschaft als „wichtigen Hinweis für die Reform der Europäischen Agrarpolitik“ bezeichnet. „Der Bauernverband verhindert seit Jahren eine Kappung der Agrarsubventionen, gleichzeitig verscherbeln seine Spitzenfunktionäre ihre Großbetriebe – mit dem Ergebnis, dass jetzt eine der reichsten Familien Deutschlands bis zum letzten Hektar vom Staat mit Steuergeldern vollgepumpt wird“, kritisierte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, Landwirt aus Krielow im Havelland: „Wenn Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen Rest an Verantwortungsbewusstsein hätte, würde sie sich bei den Verhandlungen über den EU-Agrarhaushalt dafür einsetzen, dass Fördermittel nur noch bis zu einer betrieblichen Obergrenze und nur noch an ortsansässige Bauern ausgezahlt werden.“
