Bauernbund und Landesbauernverband Brandenburg haben gestern Nacht erstmals gemeinsam Wolfswachen im ganzen Land veranstaltet, um auf die Bedrohung der naturnahen Weidetierhaltung durch das Raubtier hinzuweisen. Rund 800 Bauern, Jäger, Forstwirte und Landbewohner versammelten sich an neun Feuern, die neben Schaf- und Kuhweiden angezündet wurden. Auf der Wolfswache in Krielow bei Werder dankte Bauernbund-Präsident Marco Hintze der direkt von der Agrarministerkonferenz aus Hannover angereisten Staatssekretärin Carolin Schilde, dass Brandenburg in dem Gremium einen Antrag durchgesetzt hat, den strengen Schutz des Wolf zu überprüfen: „Das ist der richtige Weg, aber bis zur Änderung des EU-Rechts vergehen Jahre. Wir brauchen Sofortmaßnahmen am Weidezaun. Problemwölfe, die unsere Schafe und Kälber reissen, müssen sofort geschossen werden.“ Der Bauernbund und die anderen im Forum Natur organisierten Landnutzerverände werden sich daher konstruktiv in die Debatte um die Fortschreibung des Brandenburgischen Wolfsmanagementsplanes einbringen.
