Der Bauernbund Brandenburg, Interessenvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe, hat sich in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt mit der Bitte, sich für eine ökologisch wirksame und ökonomisch angemessene Düngeverordnung einzusetzen. "Weder die Düngeverordnung 2017 noch die geplanten Verschärfungen lösen das Problem", sagte Bauernbund-Präsident Marco Hintze, der in Krielow im Havelland Ackerbau und Mutterkuhhaltung betreibt: "Das ist wie wenn man wegen einer Handvoll Raser überall Tempo 30 vorschreibt, statt an den Unfallschwerpunkten Blitzer aufzustellen." Die EU-Nitratrichtlinie schreibe die flächendeckende Gültigkeit von Düngeregeln keineswegs vor, argumentiert der 47jährige Landwirt und plädiert daher für eine Differenzierung nach Betrieben und Regionen.
