Neun brandenburgische Städte und Gemeinden haben sich in den vergangenen Monaten zur "Wolfsfreien Zone" erklärt, bei weiteren 18 Kommunen steht ein gleichlautender Antrag nach der Sommerpause auf der Tagesordnung. Reinhard Jung, Geschäftsführer des Bauernbundes Brandenburg, kündigte heute auf einer Pressekonferenz in Potsdam an, damit solle ein Zeichen gesetzt werden, dass sich die Landbevölkerung die von der Landesregierung betriebene Ausbreitung der Wölfe nicht mehr gefallen lässt: "Das Raubtier zerstört die Existenz der Weidetierhalter, es schädigt die Jäger und es schreckt alle, die einfach nur mit ihrem Hund spazieren gehen, ausreiten, Pilze sammeln oder Holz machen wollen. Das Leben auf dem Lande wird schlechter, auch wenn uns die Wolfsexperten das Gegenteil erzählen. Gegen diese Bevormundung wehren wir uns."
